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Geschichte des Safrans

Antike

Freske
The 'Saffron Gatherers' fresco from the upper storey of Xeste 3 at Akrotiri (Doumas 1992:152, Fig. 116). 

Im frühen Griechenland verwendete man Safran vor allem wegen seiner aromatischen und färbenden Eigenschaften. Ebenfalls in Griechenland wurden Fresken von Safran-Pflückern gefunden, die auf die Jahre zwischen 2.000 - 1.500 vor Ch. datiert sind - wie zum Beispiel das berühmte Fresko im Knossos-Palast auf Kreta.

Safran war schon immer von hohem Wert und deswegen ein Symbol von Reichtum und Eleganz. Mit Safran gefärbte Gewänder waren die kennzeichnende Tracht der Perserkönige.

Die Griechen brachten den Safran-Krokus wahrscheinlich zu den Römern, wo er zur Kaiserzeit einen Luxusartikel darstellte. Mit dem Zerfall des Römischen Reiches schwand jedoch vorläufig das Interesse an der Kulturpflanze. Gleichzeitig verbreitete sie sich dadurch im gesamten Mittelmeerraum.

Der Einzug des Safrans in deutsche Gärten ist in den ersten nachchristlichen Jahrhunderten nicht bezeugt. Nachweislich wiederbelebt wurde der Safran erst im Mittelalter, wo man ihn hauptsächlich als Gewürz und Heilmittel verwendete. Ab diesem Zeitpunkt wurde er zum Gewürz der Herrscher und Könige.

Im 14. Jahrhundert, zur Zeit der Ausbreitung der Pest in Europa, war Safran vor allem als Heilmittel begehrt und fand in vielen medizinischen Lehrbüchern Erwähnung. Ab dem 15. Jahrhundert gab es auch erstmalige Erwähnungen des Safran-Anbaus im deutschsprachigen Raum.

Text: Antonia Schacke, Oktober 2018 (gekürzt)

 


Altes Testament

Safran findet auch im Alten Testament Erwähnung: 

Hohelied 4:14 "Narde und Safran, Kalmus und Zimt, mit allerlei Bäumen des Weihrauchs, Myrrhen und Aloe mit allen besten Würzen"


Safran und Altenburg

Altenburg
Ansicht von Altenburg – M. Merian um 1645/1650 (Abb. aus: wikipedia.org, gemeinfrei)

 

Vor 500 Jahren wuchs Crocus Sativus im Altenburger Land!

Laut einem Rechnungsbuch aus dem Jahr 1500 nahm die Stadtkasse Altenburg "mehrere Tausend Taler aus den Safrangärten" rund um die Stadt ein. Historische Urkunden belegen, dass zu dieser Zeit ein „köstlicher Land-Saffran“ großflächig in Ostthüringen angebaut und „die Gegend daher die güldene Aue“ benannt wurde.

Seit 2016 kehrt das „rote Gold" nach Altenburg zurück. Nicht nur hier im historischen Schlossgarten, auch in verschiedenen Grundstücken im Stadtgebiet können Sie im Herbst die violetten Blüten bewundern.

 

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